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Compassion im Teamsport

Unterscheiden sich leistungsorientierte Teamsportler hinsichtlich Mitgefühl und Selbstmitgefühl von der Norm?

In Kooperation mit dem TSG ResearchLab und dem CCARE-Institute der Stanford University wurde der Fragestellung nachgegangen, ob sich leistungsorientierte Teamsportler (hier Fußballspieler) hinsichtlich Mitgefühl und Selbstmitgefühl von der Norm unterscheiden.

Hierzu wurde ein im englischen Sprachraum entwickelter Fragebogen (CMAS) ins Deutsche übersetzt und validiert. Eine sehr gute Zuverlässigkeit (0,79–0,93α) konnte mit einer unabhängigen Gruppe von Studenten (n = 24, Alter = 21  ± 2,2) erzielt werden

Als Probanden für die Hauptstudie konnte eine ganze Akademie (U12-U23; n = 150) eines Fußball-Bundesligisten gewonnen werden. Alle Spieler und Spielerinnen der Akademie absolvierten den übersetzten Fragebogen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass über alle Altersgruppen niedrigere Werte von Mitgefühl und Selbstmitgefühl im Vergleich zur Norm festzustellen sind (Gesamtscore Athleten 75,78, Norm: 90,87).

Dies könnte ein Hinweis dafür sein, wonach die starken gesellschaftlichen Normen des Profisportwesens unvereinbar mit mitfühlendem Verhalten scheinen, offensichtlich sogar in den jüngsten Akademie-Altersklassen.

Projektinfos

PARTNER
TSG ResearchLab gGmbH

The Center For Compassion and Altruism Research and Education, Stanford University
THEMA
Compassion im Teamsport
JAHR
2022